Kirchliche Feiertage im Trachtenjahr

Trachtenwallfahrt nach Raiten an Christi-Himmelfahrt

Das Gedenken an die Opfer der vergangenen Kriege und mit der Bitte um Frieden in der Welt, waren das Anliegen der Gründer der ersten Wallfahrt im Jahre 1952 gewesen. Seither ziehen die Mitglieder der 23 Gauvereine von Unterwössen und Schleching aus zum Freialtar bei der Kirche „Maria zu den sieben Linden“ um o.g. zu gedenken und für den Frieden in der heutigen Zeit zu beten.

Feierlich empfangen werden die Vereine von den Schlechinger Böllerschützen, unter  den würdigen Klängen der Musikkapelle Schleching und der Schlechinger Sänger wird anschließend die heilige Messe zelebriert. 

Waren es in der Vergangenheit die heimgekehrten Veteranen aus dem II. Weltkrieg, die in dieser Wallfahrt Ihren verstorbenen Kameraden und für die Gnade der heilen Heimkehr gedachten, so ist es heute die nachfolgende Generation, die diesen Brauch hütet und für den Frieden bittet.

 

Es ist immer wieder spannend zu hören, wie die von Jahr zu Jahr wechselnden Geistlichen, in der Predigt ihre Worte an den versammelten Gauverband richtenund so jedes Jahr aufs neue wichtige Akzente setzen.
Folgende Zeilen beziehen sich auf die Messe unseres verstorbenen Ortspfarrers HH Otto Höher aus Marquartstein:
Dass es um dieses gute Miteinander im Chiemgau-Alpenverband gut bestellt ist, bestätigte Pfarrer Josef Reindl aus Amerang, der zusammen mit Pfarrer Otto Höher aus Marquartstein die Wallfahrtsmesse am wunderschönen Freialtar zelebrierte, in seiner Predigt. Er sehe hier das Bild einer schönen Gemeinschaft von jung und alt, ein Bild, das ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit vermittle. „Und die Anbindung an den Altar ist ein Zeichen der Gemeinschaft mit Gott“, fuhr er fort.
In der heutigen Zeit gebe es aber leider zum großen Teil keine Orientierung und damit kein Heimatgefühl mehr, die Menschen fühlten sich dadurch oft unsicher und verloren. Ein anderes Bild vom Menschen verkünde aber das heutige Fest Christi Himmelfahrt: „Es zeigt uns, dass der Mensch mehr ist als ein heimatloser Bettler, es bestätigt vielmehr unsere Sehnsucht, dass wir zu Höherem berufen sind. Davon müssen wir Zeugnis geben in Wort und Tat.“ Gott, Mensch und die Welt gehörten zusammen.

 

 

 

Es gelte, sich auf den Glauben einzulassen und damit Halt im Leben zu finden, so der Geistliche weiter. „Und daraus können wir gute Beziehungen herstellen zum Mitmenschen.“ Die sich daraus entwickelnde Gemeinschaft, das Miteinander, die Beheimatung und lebendige Tradition, dieses Bild sei für ihn wie eine Vision. Abschließend sagte er: „Nehmen wir diese Vision mit nach Hause, in eine gute Zukunft hinein.

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